Tsunami-Hilfe – eine vorläufige Bilanz
Von Versuchen den Fortgang der Katastrophe zu überleben

Nachdem das
südasiatische Seebeben über Wochen die internationale Öffentlichkeit
beherrschte, verschwanden die Bilder der Verwüstung von einem Tag zum andern
aus den Medien. Doch ist das Leben vieler Menschen vor Ort trotz der großen
Hilfsbereitschaft nach wie vor von großer Not geprägt. Zugleich haben
Konflikte, die das Leben der Menschen vor dem Tsunami prägten, durch das
Seebeben eine neue Dynamik erlangt. In Indien und Sri Lanka, den Regionen,
in denen medico Partner unterstützt, betrifft dies insbesondere die
Landkonflikte in der gesamten Küstenregion betreffen. Auf Sri Lanka drohen
die Kämpfe zwischen den Streitkräften der singhalesischen Regierung und der
tamilischen Guerilla zum offenen Bürgerkrieg zu eskalieren.
Die Tsunami-Projekte.
Ein Überblick.
Sri Lanka
Indien
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medico international erhielt 650.000 EUR Spenden für die Flutopferhilfe.
Projektkooperationen fanden und finden mit Partnern in Indien und Sri Lanka
statt. Etwa 50.000 EUR wurden für Nothilfemaßnahmen, insbesondere
Medikamentenversorgung in Krankenhäusern im Nordosten Sri Lankas verwandt.
150.000 EUR wurden für Rehabilitationsmaßnahmen aufgewendet, darunter den
Bau von Notunterkünften in Sri Lanka, die Errichtung von
Gesundheitsstationen und den Aufbau von lokalen Schutzeinrichtungen und
angepassten Kommunikationsmitteln für den Katastrophenfall in Südindien.

An der Ostküste Sri Lankas wird die Wiederansiedlung von Tsunami-Opfern aus
dem Bürgerkriegsgebiet unterstützt. Außerdem förderte medico international
das Internetportal Tsunami-Response Watch in Indien, das kritische
Berichterstattung über Hilfsmaßnahmen, Basisaktivitäten und Austausch von
praktischen Erfahrungen im Umgang mit der Katastrophenbewältigung bietet.
Im Jahr 2006 hat medico noch einmal 160.000 EUR für seine srilankischen und
weitere 97.000 EUR für die indischen Partner bereitgestellt. |
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Hintergrund |
| Partnerschaftliche Hilfe und Solidarität muß ausgehen
von den Bedürfnissen der Betroffenen, langfristige Entwicklung fördern
und die Ursachen von Armut und Not bekämpfen. Zur "Kritischen Nothilfe"
von medico internatioal:
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