Gesundheitszentrum in Gaza durch israelische
Luftwaffe zerstört
medico international protestiert gegen Angriff auf Projektpartner
Durch die israelischen Luftangriffe auf das Innenministerium in
Gaza-Stadt am Mittwoch, den 27.2.2008, gegen 22.30 Uhr ist auch das
Hauptquartier der medico-Partnerorganisation Palestinian Medical Relief
Society (PMRS) schwer beschädigt worden. Alle Medikamente und die meisten
medizinischen Apparaturen sowie ein Krankenwagen wurden zerstört. In einem
benachbarten Wohngebäude wurde ein fünf Monate altes Kleinkind getötet.
Tsafrir Cohen, medico-Repräsentant in Israel und Palästina reagiert empört:
"Es kann nicht sein, dass die israelische Luftwaffe durch Wohnviertel jagt
und Einrichtungen der Gesundheitsversorgung beschießt. Die israelische
Regierung muss sich entschuldigen und die materiellen Schäden wieder
gutmachen."
Für Dr. Mustafa Barghouthi, Präsident von PMRS, hat "die kollektive
Bestrafung der Palästinenser im Gaza-Streifen hat unerträgliche Ausmaße
angenommen. Dieser Luftangriff zerstörte einen entscheidenden Teil der
ohnehin schon miserablen Gesundheitsversorgung im Gazastreifen." PMRS
versucht mit Unterstützung von medico international und dem deutschen
Auswärtigen Amt im von Israel abgeriegelten Gaza-Streifen die medizinische
Versorgung, u. a. durch die "mobilen Praxen" zumindest provisorisch,
aufrecht zu erhalten. Der israelische Angriff hat diesen Bemühungen nun
einen beträchtlichen Schaden zugefügt. Weitere Informationen
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