Indien
Der Tsunami-Watch und die Tsunami-Studie zu Tamil Nadu
Die Gründe, die uns zur Entsendung der Fact Finding Mission und
zur Unterstützung der People's Planning Commission auf Sri Lanka bewogen,
brachten uns zu ähnlichen Projekten im ebenfalls vom Tsunami heimgesuchten
Indien. Hier unterstützten wir die JournalistInnen des
indiadisasters.org-Teams und die MitarbeiterInnen der Rural Education and Development Society (REDS).
Beide begleiteten den hektischen Wiederaufbau, mit dem ähnlich wie auf Sri
Lanka trotz vielfach guten Willens immer auch bestehende Ausbeutungs- und
Ausgrenzungsverhältnisse verfestigt wurden.
Die JournalistInnen des indiadisasters.org werten noch heute Tag für Tag
Meldungen der Medien, aber auch Zeugnisse der Betroffenen wie der sozialen
Organisationen an ihrer Seite aus und dokumentieren sie auf ihrer
vielbeachteten Website. Ein ganzes Jahr lang versorgte medico die
interessierte deutsche Öffentlichkeit mit einer Auswahl ihrer Meldungen, die
durch unsere eigenen wie durch Presseerklärungen der südasiatischen
medico-Partner ergänzt wurden.
Kanyakumari und Tirunelveli:
Konkurrenzen, Konflikte, Kooperationen
Der indischen Partnerorganisation REDS und dem Frankfurter Journalisten
Jürgen Weber bewilligte medico im Juni 2005 20.000 Euro für die Durchführung
einer Studie zur Lage der Tsunami-Überlebenden in Kanyakumari und
Tirunelveli, zwei Distrikten des südindischen Bundesstaats Tamil Nadu. Der
Abschluss der Datensammlung (1.500 Fragebögen) war für Anfang Mai geplant,
die Auswertung und die Studie sollte dann im Juni vorliegen. Da sich vor
allem der Prozess der Auswertung als sehr viel schwieriger erwies als
vorgesehen, zogen wir eine ganze Reihe weiterer Experten aus Chennai hinzu.
Die Präsentation der Studie wurde dann ein großer Erfolg: 250
TeilnehmerInnen aus nah und fern, Vertreter von internationalen
Hilfsorganisationen wie terre des hommes, Caritas und Misereor waren ebenso
anwesend wie Delegierte zahlreicher lokaler NGOs – und der Befragten selbst,
die wissen wollten, ob und wie ihre Zeugnisse Niederschlag in den Resultaten
gefunden hatten. Alle waren begeistert von der Studie und ihren Ergebnissen:
"Darauf haben wir schon lange gewartet!" Eine große Pressekonferenz zu
Beginn der Veranstaltung hatte eine große Gruppe von regionaler und
überregionaler Presse zusammengebracht: das staatliche Fernsehen Doordashan,
lokale Fernsehsender, der Kabelsender Sun TV, Journalisten der Zeitung The
Hindu und medico-Partner Max Martin vom indiadisasters.org-Team. Lokale NGOs
nutzen die Studie heute in ihrem fortgesetzten Kampf mit den Leuten, die bei
der Tsunami-Nothilfe übergangen oder ausgeschlossen wurden.
Download der Studie
Tsunami
- Competition, Conflict an Cooperation
A research report on processes and effects of relief and rehabilitation in
Kanyakumari and Tirunelveli districts, India
Herausgegeben von medico international und Rural Education and Development
Society (REDS) - (englisch, PDF-Datei, 1 Mb) |
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Das REDS Research Team und medicolerinnen
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Präsentation der Indienstudie in Kanyakumari
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250 TeilnehmerInnen von lokalen und internationalen NGOs waren zur
Präsentation angereist.
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REDS Direktor S. Alexander stellte die Resultate dem Forum zur
Diskussion
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Pressekonferenz |
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Pressekonferenz |
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