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medico international - Pressemitteilung 25.08.2006


Libanon als Protektorat?

medico international: UN-Truppen müssen staatliche Souveränität des Libanon stärken
 

Mit großer Sorge nehmen zivilgesellschaftliche Kräfte im Libanon die aktuelle Debatte um Mandat und Aufgabe der UN -Truppen zur Kenntnis. Das berichtet Martin Glasenapp, Nahost-Koordinator von medico international, der sich gerade im Libanon aufhält. "Viele unserer Partner fürchten, dass die UN-Truppen der Fragmentierung des Libanons noch Vorschub leisten könnten", so Glasenapp. Die UN-Truppen müssten ein klares Mandat zur Stärkung der staatlichen Souveränität des Libanons haben. Dazu gehöre die Einbindung aller konfessionellen und politischen Gruppierungen, auch der Hisbollah, in eine staatliche Perspektive des Libanon. Bislang ist die Stationierung der UN-Truppen nicht nur südlich des Litani-Flusses, sondern auch an der Grenze zu Syrien sowie zur Kontrolle der Seewege und des libanesischen Luftraums geplant. "Der Libanon wäre dann vollständig von den arabischen Staaten abgeschnitten. Das würde den Prozess der Entlibanonisierung des Landes verstärken," so der medico-Mitarbeiter.

Die Frankfurter Hilfsorganisation Medico international unterstützt seit über 20 Jahren überkonfessionelle Gesundheitsorganisationen und Kulturinitiativen im Libanon. Darunter das einzige halbwegs funktionierende Gesundheitszentrum im Südlibanon der Gesundheitsorganisation AMEL. Für die Arbeit der libanesischen und palästinensisch-libanesischen Partner im gesundheitlichen, psychosozialen und kulturellen Bereich bittet medico dringend um Spenden unter dem Stichwort: "Nahost". Kontonummer 1800, Frankfurter Sparkasse, BLZ: 500 502 01

Weitere Informationen

Martin Glasenapp steht im Libanon für Interviews zur Verfügung unter der Nummer: 0179 1091553

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Katja Maurer, 069 9443829, 01711221261

 

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