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medico international - Pressemitteilung 16.09.2004


Ein afghanischer Champion

Zum ersten Mal nehmen behinderte Sportler aus Afghanistan an den Paralympics in Athen teil - einer von ihnen ist der Kabuler Fahrradkurier Qaher Gulam Hazarat

An den Paralympischen Spielen, die vom 17.-28. September in Athen stattfinden, nehmen auch Überlebende von Minenunfällen teil. Darunter erstmalig auch Behinderte aus Afghanistan. Der 22jährige Qaher Gulam Hazarat ist einer von ihnen. Als 14-jähriger trat er in Afghanistan beim Wasserholen auf eine Mine und verlor beide Beine. Heute trainiert er für Olympia und nimmt am 50-Kilometer Straßenrennen teil. Qaher Gulam Hazarat arbeitet als Fahrradkurier bei der Organisation zur Rehabilitation von Minenopfern AABRAR (Afghan Amputee Bicyclists for Recreation and Rehabilitation) und finanziert damit als einziger den Lebensunterhalt seiner Eltern und Geschwister.

Die Frankfurter Hilfsorganisation medico international, Mitbegründerin der Kampagne zur Ächtung der Landminen, fördert seit mehreren Jahren die Arbeit von AABRAR. Die afghanische Selbsthilfeorganisation führt beispielhafte Programme zur Rehabilitation von Minenopfern durch, bei denen die Rückgewinnung der Mobilität im Mittelpunkt steht.

600 x Bewegung schaffen: Räumt die Mine!

Um diese und andere Programme zur Opferrehabilitation und Minenräumung weiterhin zu ermöglichen hat medico international gemeinsam mit dem Frankfurter Konzeptkünstler Peter Zizka und dem Freiburger Aktionstheater Pan.Optikum die Aktion "600 x Bewegung schaffen: Räumt die Mine!" ins Leben gerufen. Dabei können sich Einzelpersonen und Gruppen gegen Spende zugunsten des Minenopferfonds an der Räumung eines virtuellen Minenfelds beteiligen.

Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an:
Katja Maurer (Pressesprecherin), 069 9443829, 01711221261, presse@medico.de

Weitere Informationen

 
Bilder

Fotos: Katja Maurer, Ingo Thiel

Verwendung und Zusendung von Bildmaterial: bitte wenden Sie sich an unsere Pressestelle. Tel. 069 94438-29.

 

 

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