Ein afghanischer Champion
Zum ersten Mal nehmen behinderte Sportler aus Afghanistan an den Paralympics
in Athen teil - einer von ihnen ist der Kabuler Fahrradkurier Qaher Gulam
Hazarat
An den Paralympischen Spielen, die vom 17.-28. September in Athen
stattfinden, nehmen auch Überlebende von Minenunfällen teil. Darunter erstmalig
auch Behinderte aus Afghanistan. Der 22jährige Qaher Gulam Hazarat ist einer von
ihnen. Als 14-jähriger trat er in Afghanistan beim Wasserholen auf eine Mine und
verlor beide Beine. Heute trainiert er für Olympia und nimmt am 50-Kilometer
Straßenrennen teil. Qaher Gulam Hazarat arbeitet als Fahrradkurier bei der
Organisation zur Rehabilitation von Minenopfern AABRAR (Afghan Amputee
Bicyclists for Recreation and Rehabilitation) und finanziert damit als einziger
den Lebensunterhalt seiner Eltern und Geschwister.
Die Frankfurter Hilfsorganisation medico international, Mitbegründerin der
Kampagne zur Ächtung der Landminen, fördert seit mehreren Jahren die Arbeit von
AABRAR. Die afghanische Selbsthilfeorganisation führt beispielhafte Programme
zur Rehabilitation von Minenopfern durch, bei denen die Rückgewinnung der
Mobilität im Mittelpunkt steht.
600 x Bewegung schaffen: Räumt die Mine!
Um diese und andere Programme zur Opferrehabilitation und Minenräumung
weiterhin zu ermöglichen hat medico international gemeinsam mit dem Frankfurter
Konzeptkünstler Peter Zizka und dem Freiburger Aktionstheater Pan.Optikum die
Aktion "600 x Bewegung schaffen: Räumt die Mine!" ins Leben gerufen. Dabei
können sich Einzelpersonen und Gruppen gegen Spende zugunsten des
Minenopferfonds an der Räumung eines virtuellen Minenfelds beteiligen.
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Katja Maurer (Pressesprecherin), 069 9443829, 01711221261,
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